Worum geht es?

Ende der 70er-Jahre wurde die Verfasste Studierendenschaft (VS) – eine besondere Rechtsstruktur, die studentische Interessenvertretung und Selbstverwaltung ermöglicht – durch die damalige Landesregierung Baden-Württembergs abgeschafft. Über 30 Jahre lang wurden die Studierenden seitdem offiziell von einem „AStA“ (Allgemeiner Studierendenausschuss) vertreten, der sich nicht (hochschul-) politisch äußern durfte und kein eigenes Geld zur Verfügung gestellt bekam.

Der Protest diverser Generationen von Studieren den gegen diese Zustände hat nun endlich Wirkung gezeigt. 2012 hat die grün-rote Landesregierung die VS wiedereingeführt. Nun liegt es an uns, für diese neuen Rahmenbedingungen ein Modell der Studierendenvertretung zu entwerfen.

Schon heute gibt es in 14 Bundesländern Verfasste Studierendenschaften, die zeigen, dass zahlreiche Ausgestaltungen möglich sind.

Da die EH eine private Hochschule ist hat der AStA sich dafür eingesetzt, dass auch wir eine „Verfasste Studierendenschft“ bekommen. Seit dem SoSe 2016 ist dies nun Realität.

Wir bedanken uns bei Dir für Dein Vertrauen und Deine Unterstützung!

(http://www.verfasste-studierendenschaft.de)


Das bringt Dir die VS !

Rechtsfähigkeit

Bisher ist der „AStA“ (Allgemeiner Studierendenausschuss) nur ein Gremium von vielen im Gesamtgebilde „Universität“. Durch die Verfasste Studierendenschaft wird die Studierendenvertretung zu einer eigenständigen, rechtsfähigen Organisationseinheit innerhalb der Universität. Dadurch kann sie selbst Verträge schließen und so z.B. Verkehrsbetrieben direkt über das Semesterticket verhandeln.

Finanzautonomie

Während aktuell sämtliche Ausgaben der Studierendenvertretung durch das Rektorat genehmigt werden müssen, darf diese zukünftig selbst über ihre Finanzen entscheiden. Außerdem kann die Studierendenvertretung durch die Verfasste Studierendenschaft einen von den Studierenden festgelegten Semesterbeitrag – meistens zwischen 5 und 10 € – erheben. Dadurch kann sie mit deutlich mehr Mitteln ihren Aufgaben nachgehen: So könnte es mehr Kampagnen zur Vertretung der studentischen Interessen, mehr Service und auch mehr Förderung für studentische Projekte geben.

Satzungsfreiheit

Du kannst mitbestimmen, wie Deine Studierendenvertretung aufgebaut seien soll: Gibt es Vollversammlungen, ein Parlament, Urabstimmungen oder eine Fachschaftenkonferenz?
Wer nimmt teil? Wie werden Entscheidungen getroffen?

Politischesmandat

Die Verfasste Studierendenschaft, welche in Baden-Württemberg eingeführt wurde, besitzt ein politisches Mandat, d.h. sie kann sich in vollem Umfang für die Belange der Studierenden einsetzen. Bisher hatte die offizielle Studierendenvertretung nicht einmal das Recht, sich zu hochschulpolitischen Themen – wie etwa Studiengebühren – zu äußern.

Ideen umsetzen

Wir können gemeinsam mit Dir neue Ideen umsetzten. Das bedeutet Referenten einladen, Workshops anbieten, Dich bei studienfördernden Dingen (Seminaren, Workshops,…) finanziell Unterstützen oder über den SoFo Studierenden in finanziellen Notlagen unter die Arme greifen.